Du hast Dich entschieden, einen Blog zu starten? Prima, dann sollte einer der ersten Schritte sein, einen passenden Blognamen zu finden. Das ist nicht so ganz einfach. Der Name sollte leicht zu merken sein, sollte Deinen Blog und seine Inhalten beschreiben, sollte zu dem Themen im Blog passen und möglichst langlebig sein. Das ist keine einfache Aufgabe.

Einen Blognamen finden – sei kreativ

Du brauchst einen Blognamen für Deinen Blog. Das ist der Name, genauer gesagt die Adresse (URL), mit der Dein Blog später im Internet zu finden ist – die sogenannte Domain. Hier auf der Seite ist der Domain- / Blogname „Blog-Helfer“. Die Auswahl dieses Namens ist nicht ganz unwichtig, daher solltest Du ein paar Dinge bei der Auswahl des Namens beachten.

Folgende Eigenschaften sollte der Name besitzen:

  • Einprägsam
  • Nicht zu lang
  • Themenbezug zum Blog
  • Aussprechbar
  • Zukunftssicher
  • keine Marken-, Namen- oder Wortrechte verletzen

Einem Blog den Namen „lisaswochenendtrippblogundfotogallerie2613“ zu geben ist vielleicht nicht geschickt. „lisas-reiseblog“ wäre da schon eine bessere Idee.

Vermeide auf jeden Fall im Blognamen irgendwelche wirren Zahlenkolonnen und wildes Buchstabendurcheinander. Das mögen die Besucher nicht. So einen Namen kann sich niemand merken.

Achte darauf, dass der Blogname aussprechbar ist. „x23gnmpfl.de“ ist vielleicht schwer zu vermitteln, wenn im realen Leben jemand nach Deinem Blog fragt.

Ein Themenbezug zum Blog wäre auch wünschenswert – ist aber kein Muss. Es sollte nur nicht komplett daneben liegen. Einen Blog übers Reisen den Namen „fleischerei-blog“ zu geben ist nicht unbedingt die beste Idee. Versuch doch mal, Stichworte zu kombinieren, die den Inhalt Deines Blogs beschreiben. Dabei sind der Fantasie auch keine Grenzen gesetzt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, dem Blog einen kreativen, einprägsamen Kurznamen zu geben, der mit dem Inhalt nichts oder nur wenig zu tun hat. Wenn ich so durch meinen RSS-Reader schaue, finde ich einige gute Blogs mit sehr kreativen Namen. Hier mal ein paar Beispiele:

  • kugelrum
  • mik-ina
  • awaction
  • bunterwegs (nette Kreation)
  • janavar
  • usw. usf.

Sammel am Anfang ruhig drei, vier oder mehr Ideen, vor den nächsten Schritten, Du wirst sie noch brauchen.

Nachhaltigen Blognamen wählen

Wenn Du einen Blog-Namen mit thematischem Bezug wählst, überleg aber was Du machen willst, wenn Du die thematische Ausrichtung des Blogs mal veränderst oder erweiterst. Ich selber betreibe den Blog Reisen-Fotografie. Mittlerweile schreibe ich aber auch über viele andere Themen. Manchmal ärgert mich der Domain-Name dann. Zumal ich auch von (wenigen) Lesern angesprochen werde, dass sie vom Namen und den Themen verwirrt sind. Es gibt Leser, die sind wirklich verwirrt, wenn sie einen Reise-Fotoblog aufrufen und dann Beiträge über E-Zigaretten lesen.

Natürlich kann man einen Blognamen auch jederzeit ändern. Das ist aber einerseits ein bisschen Aufwand und nicht zwischendurch schnell gemacht. Dabei geht der technische Wechsel des Namens noch schnell und einfach. Aber im Hintergrund müssen einige Dinge erledigt werden um beispielsweise nicht alle erarbeiteten Rankings bei Google zu verlieren oder das Links von anderen Blog bei Dir ins Leere laufen. Alle Maßnahmen sind kein Hexenwerk, sollten aber gewissenhaft und vollständig durchgeführt werden.

Dazu kommt, dass ein Blog über seinen Namen irgendwann überall bekannt ist. Über den Namen baust Du eine Marke mit Wiedererkennungswert auf. Ab diesem Zeitpunkt sollten schon verdammt gute Gründe vorliegen, den Namen zu wechseln. Das ist der Punkt, warum ich das beim Reisen-Fotografie-Blog nicht mache.

Generatoren für Domainnamen

Solltest Du einen Denkanstoß brauchen, es gibt auch Generatoren für Domainnamen im Netz. Hier mal ein paar Links, wo man sich inspirieren lassen kann:

Alle Tools laufen zwar auf Englisch, aber als Ideengeber sind sie trotzdem sehr gut zu benutzen. Und was spricht gegen einen englischen Domainnamen? Solltest Du Deinen Blog zweisprachig (deutsch/englisch/whatever) planen, dann ist der englische Name sowieso erste Wahl.

Freie Domains suchen

Nun hast Du eine Liste mit ein paar Ideen für einen tollen Blognamen. Dann kommen wir mal zur ersten Hürde. Du solltest nun prüfen ob der Domainname überhaupt noch frei ist.

Es verzweifeln immer wieder angehende BloggerInnen daran, dass der gewünschte, ultimativ geniale Name bereits vergeben ist.

Die meisten Provider bieten Tools an, wo Du testen kannst, ob Deine gewählt Domainnamen überhaupt frei sind:

Gebe auf einer der Seiten die gewünschte Domain ein und schaue nach, ob diese frei ist oder bereits belegt. Ist der Name belegt, dann nimm den nächsten von der Liste oder suche Alternativen. Mein Blog sollte eigentlich „Reise-Fotografie“ heißen, aber auch diese Domain war bereits belegt. Daher ist aus „Reise“ „Reisen“ geworden.

DE ist belegt, COM ist frei – und nun?

Recht oft passiert es, dass bei deutschsprachigen Domainnamen die Top-Level-Domain DE für den Namen belegt ist. COM, NET, ORG, EU, BLOG oder andere TLD wären aber frei. Was nun?

Technisch spricht nicht viel dagegen, eine COM oder ORG Domain zu wählen. Solltest Du eine internationale Ausrichtung des Blogs planen, ist so eine international bekannte TLD vielleicht sogar eine gute Idee. BLOG oder EU dagegen werden immer beliebter und verbreiten sich gerade unter Bloggern.

Ich selber würde aber immer eine DE-Adresse bevorzugen. Damit mache ich bereits mit dem Domainnamen klar, dass es sich um eine deutschsprachige Seite handelt. Ich kenne aber auch genug deutschsprachige Blogs, die sehr erfolgreich mit COM oder NET im Namen unterwegs sind.

Sollte Eure gewünschte DE Domain belegt sein, schaue auf jeden Fall mal nach, was darauf für eine Seite läuft. Ist das eine große, bekannte Seite würde ich von einem Blog unter gleichem Namen mit anderer TLD Abstand nehmen. Irgendwie kommt bei sowas immer das Geschmäckle auf, den Fame der bereits bestehenden Seite abstauben zu wollen.

Markenrecht beachten

Wenn Du eine freie Domain gefunden hast, prüfe vor der Reservierung noch, ob diese nicht ein Markenrecht verletzt. Deinen Blog „amaton.de“ zu nennen könnte schon ein Problem werden, von „amazon.xy“ ganz zu schweigen. Auch „amazon-freak.de“ wäre markenrechtlich sehr bedenklich, da der geschützte Name Teil des eigenen Domainnamens ist.

Ob ein Wort oder ein Name bereits geschützt ist, kannst Du in der Recherchemaske beim Deutschen Patent- und Markenamt nachschauen.

Domain reservieren

Du hast Deinen gewünschten Domainnamen gefunden, er ist frei und nicht geschützt? Dann zuschlagen und diesen sofort (!) bei Deinem Provider buchen. Bei vielen Hostingpaketen sind ein oder mehrere Domainnamen bereits inklusive. Nutze diesen Umstand auch, um ggf. erstmal mehrere Namen zu sichern. Gekündigt sind die dann schnell wieder.

Sollten bei Deiner TLD nicht nur DE, sondern auch COM und NET frei sein, überlege Dir, diese auch  zu buchen. Wer weiß, für was man die mal brauchen kann.

Du hast noch Fragen zum Blognamen oder zur Domain-Suche? Dann schreibe gerne einen Kommentar hier unter den Beitrag.